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Buchtipp: „Opas Engel“

„Das Leben wird nach vorne gelebt und nach hinten verstanden.“ Dies sagte mir einmal ein lieber Mensch, als mir das Leben viele Rätsel aufgab und der Durchblick fehlte. Nun ist es so, dass uns manches, was uns Sorgen und Kummer bereitet hat, erst im Rückblick seine wahre Bedeutung erlangt. Ab und an gelingt es dann in den Lebensspuren Gottes Wirken zu erkennen. Martin Luther sagte einmal: „Die Wege Gottes sind wie ein hebräisches Buch, das man nur von hinten lesenkann.“ Da stehen sie also, die Buchstaben und Worte und das weiße Feuer zwischen den Zeilen. In dem Buch „Opas Engel“ von Jutta Bauer, das keineswegs nur für Kinder geschrieben und gezeichnet ist, wird gezeigt, wie ein Opa seinem Enkel aus seinem
Leben erzählt. Er erzählt von seinem Engel. Von dem Engel, der immer dabei war in seinem Leben. Früher hat er es gar nicht so begriffen. Aber jetzt als Opa, da weiß er: Gottes Engel waren immer dabei. Gott war immer dabei.

Die Bilder in dem Buch zeigen, wie das war: Als Opa ein kleiner Junge war, gab es einen schlimmen Hund in der Nachbarschaft. Aber Opa konnte zitternd aber doch mutig genug an dem Hund vorbei – der Engel hatte ihn an der Hand genommen.

Bei den Raufereien mit den anderen Jungen hat der Engel ihm geholfen. Der Engel hat mit Opa geweint, als er im Krieg viele schlimme Dinge erleben musste. Der Engel stand lächelnd dabei, als er die Oma zum ersten Mal geküsst hat. Vielleicht hätte er sich ohne den Engel nicht getraut. Lesen Sie selbst. Es lohnt sich.

Pfarrer Andreas Weik

Jutta Bauer: Opas Engel,
Carlson-Verlag, ISBN 978-3-551-51740-1.
Erhältlich im Buchhandel und auf dem Büchertisch in der Marienkirche.

Bildquellen

  • Büdingen im Winter: Dieter Turner

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