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Lacrima – Trauerbegleitung für Familien

Wenn ein Mensch stirbt, verändert sich vieles. Dieser Mensch mit seiner ganz eigenen Lebensgeschichte und mit dem, was ich an ihm geliebt, wo ich mich vielleicht auch an ihm gerieben habe, ist nicht mehr da. Wer zurückbleibt, muss sich neu orientieren. Manchmal verändert sich sogar alles. Das spüren besonders Familien, in denen ein Elternteil gestorben ist. Neben der eigenen Trauer, die schon genug Kraft kostet, ist die Fürsorge und Verantwortung gegenüber den Kindern nun allein zu stemmen. Hinzu kommt die Trauer der Kinder und die Aufgabe, ihnen auch in dieser Zeit ihrer Entwicklung eine Richtung zu geben. Unglaublich viel Bürokratie – bis hin zur juristischen Auseinandersetzung – bleibt den Zurückgebliebenen nicht erspart. Beruf und Karriere stehen auf dem Prüfstand. Freunde können mit der Situation oft nur schwer umgehen. Herausforderung und Unbeholfenheit an Schulen (Teilweise gibt es aber auch gute SchulseelsorgerInnen, die begleiten). Auch die Erfahrung, isoliert oder im Focus zu stehen – je nachdem – wiegt schwer. Das Gespräch mit betroffenen Familien hat mir für die besondere Situation den Blick geweitet. Deshalb bin ich sehr dankbar, dass Lacrima bei uns in La Porta einen Ort gefunden hat. (Andreas Weik, Pfr.)


Lacrima ist ein bundesweit etabliertes Konzept der Johanniter, welches Familien mit Kindern eine Anlaufstelle bietet, die lernen müssen, mit dem Tod eines Elternteiles zu leben. So individuell wie die Umstände und Lebenssituationen unserer Familien sind, so flexibel ist auch das Konzept, mit dem die Menschen aufgefangen
werden. Alle Aktivitäten verfolgen drei Ziele:

1. Stärkung der Eltern
2. Einen geführten Rahmen geben zur Bearbeitung von Trauer
3. Plattform für das Zusammentreffen von Menschen in akuter als auch in gesetzter Trauer gleichermaßen

Offene, kostenlose Treffen für die hinterbliebenen Elternteile finden immer am vierten Mittwoch eines
Monats ab 18:30 Uhr im La Porta statt.

Willkommen ist, wer diese Anlaufstelle zur Bearbeitung seines Verlustes für sich und sein neues Leben nutzen möchte.

Ansprechpartnerinnen vor Ort sind Melanie Hinze und Maren Kissner.
Informationen gibt es bei Lacrima (Tel: 069-366006700, E-Mail: lacrima.rhein-main@johanniter.de)

Bildquellen

  • La Porta außen: Andreas Weik

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